Argumente für Endpunkt-Backups im Zeitalter von Cloud-Speichern
Unsere Arbeitsweise ist digitaler und globaler denn je. Remote-Arbeit oder Mitarbeiter und Kooperationspartner auf der ganzen Welt sind für Unternehmen zur Routine geworden. „Bring your own device” (BYOD)-Einstellungen bieten einen Mehrwert, stellen jedoch auch eine Herausforderung für die Sicherheit der Daten dar.
Endpunkte sind einer der schwächsten Teile des Netzwerks eines Unternehmens. Laut einer Studie von IDC stammen 70 % aller Sicherheitsverletzungen von Endpunkten. Deshalb ist das Backup von Endgeräten ein guter Ausgangspunkt, wenn Sie überlegen, wie Sie die Sicherheit Ihres Netzwerks verbessern können. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie das Backup und die Wiederherstellung von Endgeräten den Gesamtschutz Ihrer Umgebung verbessern können.
Alles, was Sie über das Backup von Endgeräten wissen müssen
Was ist ein Endgerät? Ein Endpunkt ist jedes Gerät, das zum Erstellen, Teilen, Abrufen und Speichern von Informationen verwendet wird und mit einem Netzwerk verbunden ist. Dabei kann es sich um einen Laptop, einen Desktop-Computer, ein Tablet, ein Mobiltelefon, ein POS-Gerät (Point-of-Sale), eine Fertigungsmaschine, ein IoT-Gerät usw. handeln. Dies sind Eingabegeräte am Ende eines Netzwerks.
Bei der Endpunktsicherung werden die Daten auf jedem Gerät in regelmäßigen Abständen an einem externen Standort gesichert. Die größte Schwierigkeit besteht darin, dass ein Unternehmen sein gesamtes Netzwerk schützen muss, während Hacker nur ein einziges Gerät kompromittieren müssen, um alle anderen zu infizieren.
Die größten Herausforderungen bei der Endpunktsicherung
1. Remote-Arbeit
Es gibt viele Tipps und Best Practices, die in den Arbeitsablauf integriert werden können, um Remote-Arbeit sicherer zu machen. Am besten beginnen Sie damit, Ihr Team in Sachen Cybersicherheit und Vertraulichkeit zu schulen.
2. Mitarbeiter
Was die Teammitglieder angeht, sollten Sie besonders auf neue Mitarbeiter und diejenigen achten, die das Unternehmen verlassen. Bei neuen Mitarbeitern ist es wichtig, sie zu schulen und neue Endgeräte in das bestehende Netzwerk zu integrieren. Auf der anderen Seite können Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, ein Risiko für die Sicherheit der Daten darstellen. Aus diesem Grund ist eine gut ausgearbeitete Geheimhaltungsvereinbarung unerlässlich.
3. Unterschätzung von Ransomware
Ohne eine umfassende Endpunkt-Sicherheitsstrategie ist das Risiko, dass das gesamte Netzwerk Ihres Unternehmens mit Ransomware infiziert wird, extrem hoch. Cybersecurity Ventures geht davon aus, dass bis Ende 2021 alle 11 Sekunden ein Unternehmen mit Ransomware infiziert wird. Die Kosten für die Schäden könnten bis 2031 auf 265 Milliarden US-Dollar pro Jahr steigen.
4. Individuelle Backups
Das Fehlen eines umfassenden Backup- und Wiederherstellungsansatzes führt oft dazu, dass Einzelpersonen ihre Backups selbst erstellen. Dies kann dazu führen, dass keine Transparenz oder Kontrolle über die Daten besteht. Daher ist es unerlässlich, VMware zu sichern, Microsoft Hyper-V-Backups durchzuführen und andere physische und virtuelle Workloads mit einer umfassenden Lösung zu schützen. Das Fehlen eines umfassenden Backup- und Wiederherstellungsansatzes führt oft dazu, dass Einzelpersonen ihre eigenen Backups erstellen. Dies kann dazu führen, dass Sie keine Übersicht oder Kontrolle über die Daten haben.
Daher ist es unerlässlich, VMware zu sichern, Microsoft Hyper-V-Backups durchzuführen und andere physische und virtuelle Workloads mit einer umfassenden Lösung zu schützen.
5. E-Discovery vergessen
Endpoint-Backups dienen nicht nur dazu, Datenverluste zu verhindern. Es ist auch wichtig, alle Informationen zu organisieren und an einem Ort zu speichern. In diesem Fall spart Ihr Unternehmen bei rechtlichen Problemen Geld und Zeit, da die erforderlichen Daten schnell gefunden werden können.
Wie sichert man Endpoints?
1. Eine Cybersicherheitskultur
Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in Bezug auf Best Practices für Cybersicherheit. Berücksichtigen Sie dabei die folgenden Aspekte:
- Stellen Sie sicher, dass jeder Benutzer komplexe Passwörter für den Zugriff auf seine Geräte verwendet.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter keinen Zugriff auf die Verwaltung haben.
- Stellen Sie sicher, dass jeder Netzwerkbenutzer regelmäßig Sicherheitspatches herunterlädt.
Die meisten Cyberangriffe geschehen aufgrund von Nachlässigkeit und mangelndem Wissen. Deshalb ist es wichtig, in Ihrem Unternehmen eine Kultur der Sicherheit aufzubauen. Das Infektionsrisiko ist viel geringer, wenn die Mitarbeiter wissen, wie sie ihre Geräte vor den gängigsten Malware-Typen schützen können.
2. Ein organisiertes und kontrolliertes Netzwerk
Ihr Netzwerk muss in Ordnung sein. Jedes Gerät mit Internetverbindung ist angreifbar. Deshalb ist es entscheidend, jeden Endpunkt zu kontrollieren und zu überwachen. Lassen Sie Ihre Benutzer nicht mit beliebigen Geräten eine Verbindung zum Netzwerk herstellen. Bewerten Sie zunächst jeden Endpunkt und testen Sie die Schwachstellen. Stellen Sie sicher, dass nur zugelassene Geräte eine Verbindung zum Unternehmensnetzwerk herstellen. Mit diesem einfachen Verfahren können Sie auch jeden Endpunkt entsprechend der Bedrohungsstufe des jeweiligen Geräts priorisieren.
3. Erweiterter Schutz
Einige Unternehmen glauben, dass Antivirenprogramme die Antwort auf alle Bedrohungen sind. Natürlich ist es ein notwendiger Bestandteil des Endpunktschutzes, aber ein Antivirenprogramm allein reicht nicht aus. Um das Risiko von Hackerangriffen zu minimieren, sollten Sie erweiterte Schutzfunktionen in Betracht ziehen, wie z. B. die Erfassung von Ereignisprotokollen, die Erstellung von Whitelists für Anwendungen, Echtzeitschutz usw.
4. Updates
Viele Benutzer vernachlässigen Updates. Das ist ein großer Fehler. Wenn Sie Ihr Netzwerk schützen möchten, sollten Sie regelmäßig Patches und Lizenzaktualisierungen durchführen. Oftmals entfernen neue Versionen von Lösungen Fehler, die die Geräte Ihrer Benutzer potenziell anfällig machen können.
5. Automatisierte Erkennung
Endpoint Detection and Response (EDR) ist eine wichtige Lösung zum Schutz von Endpunkten und damit des gesamten Netzwerks. EDR identifiziert Anzeichen von Sicherheitsverletzungen. Die Identifizierung liefert wertvolle Informationen für die Bedrohungsanalyse und -überwachung. Hacker verwenden für ihre Angriffe hauptsächlich automatisierte Lösungen. Deshalb kann EDR verdächtige Aktivitäten erkennen und darauf reagieren.
Ein weiterer wichtiger Teil der Strategie besteht darin, Ihr Netzwerk für Hacker weniger zugänglich zu machen. Je länger der Angriff dauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hacker Ihr Netzwerk verlassen und sich einem anderen zuwenden. Zu diesem Zweck ist Automatisierung ein gutes Werkzeug. Sie macht Ihr Netzwerk zu einem schwierigeren Ziel, was bedeutet, dass ein Hacker mehr Geld und Zeit aufwenden müsste, um einen Angriff durchzuführen. Das schützt Sie vielleicht nicht vor einem Angriff, der speziell auf Ihr Unternehmen abzielt, aber es hilft auf jeden Fall gegen „Drive-by“-Malware-Infektionen.
Endpoint-Backup vs. Cloud-Synchronisierung
Warum sollten Sie einen umfassenden Ansatz für das Backup von Endpunktdaten benötigen, wenn Sie einfach einen cloudbasierten Dienst nutzen können? Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die Cloud-Synchronisierung ausreichend Sicherheit und Funktionen für das Backup und die Wiederherstellung von Endpunkten bietet. Cloud-Synchronisierungsdienste allein können Daten jedoch nicht vor einem breiten Bereich potenzieller Bedrohungen wie Datenkorruption, Ransomware und anderen Arten von Malware schützen.
Wenn ein Gerät infiziert wird, würde die automatische Synchronisierung außerdem alle Backupkopien beschädigen. Wenn Endpunktdaten mit Unternehmensdaten verknüpft sind, kann Malware darüber hinaus das gesamte Netzwerk beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es für die Datensicherheit entscheidend, die Endpunkt-Backup-Strategie zu überdenken. Anstatt sich nur für die Cloud-Synchronisierung zu entscheiden, sollten Sie eine umfassende Backup- und Wiederherstellungslösung in Betracht ziehen, um Ihre Daten unabhängig vom Standort der einzelnen Mitarbeiter zu schützen.
Checkliste: So wählen Sie eine Endpunkt-Backup-Lösung aus
Um die perfekte Endpunkt-Datensicherheitslösung für Ihre Umgebung zu finden, müssen Sie Ihre Ziele festlegen und die folgenden Faktoren berücksichtigen:
1. Selbstbedienung
Heute arbeiten Benutzer an verschiedenen Standorten, in verschiedenen Zeitzonen und mit einer Vielzahl von Geräten. Die ständige Betreuung aller Benutzer kann die Kosten für IT-Services in die Höhe treiben. Um teuren IT-Helpdesk-Support zu vermeiden, sollten Sie sich für eine Lösung für Datensicherheit entscheiden, die einen breiten Bereich an Selbstbedienung-Optionen bietet.
2. Flexibilität
Flexibilität bei der Bereitstellung ist entscheidend für einen wirksamen Schutz. Die Möglichkeit, die Backup-Lösung vor Ort, in der Cloud und in SaaS-Umgebungen bereitzustellen, verschafft Ihrem Unternehmen erhebliche Freiheit.
3. Automatisierung
Die Automatisierung von Prozessen ist der Schlüssel zur Steigerung der Produktivität Ihres Unternehmens. Aus diesem Grund sollte eine Lösung nicht für alle Aufgaben Ihre physische Anwesenheit erfordern.
4. Ressourcenoptimierung
Unabhängig davon, wie gut die Lösung ist, sollte sie den Betriebsablauf nicht verlangsamen. Aus diesem Grund sollten Sie auf Optionen achten, die Bandbreitendrosselung, Deduplizierung, Netzwerkbeschleunigung usw. bieten. Dies kann Ihnen helfen, selbst die strengsten Wiederherstellungszeit-Ziele einzuhalten und Speicherplatz zu sparen.
5. Verwaltung
Wählen Sie eine Lösung, die automatisierte Funktionen und faire Preise ohne zusätzliche Lernkurven bietet. Eine solche Lösung spart Ihnen Geld und Zeit.
Fazit
Der Schutz des Unternehmensnetzwerks vor Hackerangriffen ist heute eine große Herausforderung. Einer der entscheidenden Schritte zur Minimierung des Infektionsrisikos ist jedoch die Arbeit mit Endgeräten, da diese Geräte die anfälligsten Komponenten eines Netzwerks sind. Der einzige Weg, Ihre Daten unter allen Umständen zu schützen, ist die Wahl einer zuverlässigen Lösung für Backup und Wiederherstellung.