Übersicht über Incident Response und Disaster Recovery

Sicherheitsverletzungen und Cyberkriminalität werden immer raffinierter, wodurch die Strategie zur Datensicherheit zu einem entscheidenden Faktor für das Überleben Ihres Unternehmens wird. Unerwartete Hardwareausfälle können dazu führen, dass Ihre Dienste für Benutzer nicht mehr verfügbar sind, und zu einer echten Katastrophe werden, wenn Sie nicht über eine umfassende Lösung für die Datensicherheit verfügen. Selbst ein einfacher menschlicher Fehler wie die unbeabsichtigte Änderung oder Löschung von Daten kann Ihren täglichen Betrieb vollständig lahmlegen.

Was auch immer passiert, Ihre Fähigkeit, schnell mit einer Notsituation umzugehen, kann Ihnen helfen, Ausfallzeiten zu reduzieren und so finanzielle und Reputationsschäden zu minimieren. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, einen sorgfältig ausgearbeiteten Plan für die Reaktion auf Vorfälle und die Disaster Recovery zu haben. Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Überblick darüber, was Sie über Incident Response und Disaster Recovery wissen sollten.

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Was ist Incident Response?

Incident Response kann als eine Reihe von Maßnahmen definiert werden, die Sie ergreifen können, um mit verschiedenen Arten von Sicherheitsverletzungen umzugehen. Solche Ereignisse, die auch als IT-Vorfälle und Sicherheitsvorfälle bezeichnet werden, müssen so behandelt werden, dass die Zeit für die Wiederherstellung und die Kosten reduziert werden. Um Risiken zu mindern und auf einen möglichst breiten Bereich von Ereignissen vorbereitet zu sein, benötigen Sie einen detaillierten und umfassenden Incident-Response-Plan. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Verfahren und Aktionen, die zu ergreifen sind, wenn eine Sicherheitsverletzung aufgedeckt wird. Ein Spezialist für die Reaktion auf Vorfälle soll einen einheitlichen Ansatz gewährleisten und sicherstellen, dass keine der festgelegten Schritte übersprungen werden. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht darin, die Ursache des Problems zu ermitteln, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Schließlich ist es wichtig, den Plan zur Reaktion auf Vorfälle regelmäßig zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass er sowohl den sich ständig weiterentwickelnden Cyber-Bedrohungen als auch den aktuellen Anforderungen Ihrer Infrastruktur gerecht wird.

Arten von Bedrohungen für die Sicherheit

Einer der wichtigsten Grundsätze der Reaktion auf Vorfälle und Disaster Recovery ist die sorgfältige Entwicklung eines Aktionsplans, der so viele Wiederherstellungsszenarien wie möglich abdeckt. Natürlich ist es wichtig, dies zu tun, bevor eine Katastrophe eintritt und ein solcher Plan dringend benötigt wird. Zunächst müssen Sie sich genau mit den Arten von Vorfällen zur Sicherheit befassen. Zu den häufigsten gehören die folgenden:

  • DDoS-Angriff

Das Ziel eines Distributed-Denial-of-Service-Angriffs (DDoS) ist es, die Dienste und den Datenverkehr eines Zielservers, -netzwerks oder einer Zielwebsite zu stören. Um einen Angriff durchzuführen, benötigt man ein Netzwerk von mit Malware infizierten Computern, ein sogenanntes Botnetz. Der Angreifer steuert die Bots aus der Ferne und sendet ihnen die erforderlichen Anweisungen. Während eines DDoS-Angriffs senden die Maschinen in einem Botnetz gleichzeitig Anfragen an das Ziel. Die Flut an bösartigem Datenverkehr kann das Zielsystem verlangsamen oder vollständig zum Absturz bringen. Ist ein DDoS-Angriff erfolgreich, macht er den Dienst für die Nutzer unzugänglich und führt oft zu erheblichen finanziellen Schäden sowie zum Verlust oder Diebstahl sensibler Daten.

  • Malware und Ransomware

Malware ist ein weit gefasster Begriff, der sich auf Viren, Würmer, Spyware und andere Arten von bösartigen Programmen bezieht. In einigen Fällen kann sie relativ harmlos wirken (Änderung des Bildschirmhintergrunds oder Löschen von Dateien), manchmal bleibt sie jedoch versteckt und stiehlt sensible Informationen. Ransomware ist eine Untergruppe der Malware, wobei der wesentliche Unterschied darin besteht, dass der Benutzer des Systems eine Benachrichtigung mit der Aufforderung erhält, ein Lösegeld zu zahlen. Beispielsweise kann es vorkommen, dass die Festplatten oder Dateien des Opfers verschlüsselt werden, während der Angreifer normalerweise verspricht, den Computer nach Erhalt der Zahlung wieder in seinen vorherigen Zustand zu versetzen.

Principles of incident response and disaster recovery

Cybersicherheitsexperten bestehen darauf, dass Unternehmen in solchen Fällen niemals zahlen sollten. Wir unsererseits betonen, dass eine angemessene Lösung für das Backup eine wirksame Waffe gegen Ransomware ist. Schließlich ist der Hauptgrund, warum ein Opfer Lösegeld zahlen könnte, dass es keine Alternative hat.

  • Phishing

Hierbei handelt es sich um eine Form des Cyberbetrugs, dessen Zweck darin besteht, Zugang zu personenbezogenen Daten (PII) zu erhalten. In der Regel wenden Angreifer Social-Engineering-Techniken an. Das Opfer erhält möglicherweise eine E-Mail oder eine SMS oder stößt auf einen Beitrag in sozialen Medien, der einen Link zu einer Seite enthält, auf der die Besucher aufgefordert werden, ihre persönlichen Details anzugeben. Der Kerngedanke besteht darin, das Opfer glauben zu machen, dass es sich um eine seriöse Einrichtung wie eine Bank, eine Behörde oder eine legitime Organisation handelt. Die Reaktion auf einen Phishing-Angriff sollte sowohl Vorbereitungs- als auch Nachbereitungsmaßnahmen umfassen. Es ist auch wichtig, Ihre Kollegen zu schulen, damit sie die Anzeichen eines Phishing-Versuchs erkennen und Ihr Netzwerk nicht gefährden.

  • Insider-Bedrohung

Sicherheitsbedrohungen dieser Art gehen von Personen aus, die mit den Arbeitsabläufen einer Organisation in Verbindung stehen, wie z. B. deren Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter, Dritte, Auftragnehmer, Geschäftspartner usw. In den meisten Fällen ist ihr Hauptmotiv persönlicher Gewinn. Manchmal wollen böswillige Insider jedoch aus Rache einer Organisation schaden und ihre Dienste stören.

Ein häufiges Szenario ist der Diebstahl von Daten im Auftrag externer Parteien, wie z. B. Konkurrenten oder Geschäftspartner. Auch unachtsame Mitarbeiter, die Daten falsch handhaben oder nicht autorisierte Apps installieren, stellen eine Bedrohung dar. Mit anderen Worten: Sie müssen alle möglichen Angriffsvektoren sorgfältig analysieren, um umfassende Pläne für die Reaktion auf Vorfälle und die Disaster Recovery zu entwerfen. Auch hier sind die Schulung Ihrer Mitarbeiter und die Implementierung einer Reihe von Verfahren zur Sicherheit zwei wichtige Schritte, die zum Schutz Ihres Unternehmensnetzwerks beitragen können.

Incident-Response-Plan vs. Disaster Recovery-Plan: Was ist der Unterschied?

Einfach ausgedrückt sollte ein Incident-Response-Plan in einen Disaster Recovery-Plan integriert werden. Dies sind zwei Komponenten einer umfassend entwickelten Strategie zur Datensicherheit. Ein häufiger Fehler besteht darin, diese beiden Pläne unabhängig voneinander zu erstellen. Die richtige Vorgehensweise besteht darin, sie als Maßnahmenkomplex zum Schutz der Datensicherheit und -integrität zu entwickeln, bereitzustellen und zu testen. Auch wenn die Ziele von Notfallplänen und Disaster-Recovery-Plänen miteinander in Zusammenhang stehen, sind sie dennoch nicht identisch.

Der wesentliche Unterschied zwischen Notfallplänen und Disaster-Recovery-Plänen liegt in der Art der Ereignisse, auf die sie sich beziehen. Wie oben erläutert, bezieht sich ein Notfallplan auf den Umfang der Aktionen, die während eines Vorfalls zu ergreifen sind. Er definiert die Rollen und Verantwortlichkeiten eines Notfallteams, um einen reibungslosen Ablauf der Notfallmaßnahmen zu gewährleisten. Ein Disaster-Recovery-Plan hingegen konzentriert sich darauf, Ihre Produktionsumgebung nach einem Vorfall wieder in einen betriebsfähigen Zustand zu versetzen und die entstandenen Schäden erfolgreich zu wiederherstellen.

Bemerkenswert ist, dass Sicherheitslücken, menschliche Fehler und technologische Fehlfunktionen vermieden werden können, weshalb wir erneut die Bedeutung der Mitarbeiterschulung betonen. Analysieren Sie darüber hinaus die Anforderungen Ihrer Umgebung und stellen Sie sicher, dass Ihre Pläne diesen entsprechen. Erwägen Sie die Erstellung eines Plans, der auf den möglichen Ausfall einer VM, eines Netzwerks, einer Cloud, eines Rechenzentrums usw. zugeschnitten ist. Eine effektive Lösung für die Datensicherheit könnte Ihnen beispielsweise viel Zeit und Kosten sparen. Darüber hinaus besteht das Risiko einer Katastrophe, die Ihren physischen Server, Ihr Büro, ein ganzes Gebäude oder sogar eine ganze Region betrifft. Auch wenn einige dieser Szenarien unwahrscheinlich erscheinen mögen, ist es besser, auf einen möglichst breiten Bereich unerwarteter Ereignisse vorbereitet zu sein.

Auf diese Weise besteht der Zweck sowohl von Incident-Response- als auch von Disaster Recovery-Plänen darin, die Auswirkungen eines unerwarteten Ereignisses zu minimieren, es wiederherzustellen und so schnell wie möglich zum normalen Produktionsniveau zurückzukehren. Beide enthalten auch ein Lernelement: Es ist wichtig, die Ursachen eines Problems zu identifizieren und auf diese Weise zu entscheiden, wie ähnliche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können. Der Hauptunterschied besteht in ihren primären Zielen. Der Zweck eines Incident-Response-Plans besteht darin, sensible Daten während einer Sicherheitsverletzung zu schützen, während ein Disaster Recovery-Plan dazu dient, die Kontinuität der Geschäftsprozesse nach einer Dienstunterbrechung sicherzustellen. Es hat sich bewährt, beide Pläne separat zu dokumentieren. Dies vereinfacht die Erstellung der Dokumente und ermöglicht es Ihnen, sowohl während des Testens als auch in einer realen Situation schneller einen geeigneten Maßnahmenumfang zu finden.

Fazit

Tatsächlich haben Incident-Response- und Disaster-Recovery-Pläne viele Gemeinsamkeiten. Schließlich dienen beide dazu, die Auswirkungen eines unvorhergesehenen Ereignisses zu minimieren. Die richtige Vorgehensweise ist jedoch, zwei verschiedene Dokumente zu erstellen. Auch wenn es zunächst besser erscheint, ein einziges Dokument zu haben, das alle möglichen Szenarien abdeckt, können konsolidierte Pläne an Tiefe mangeln und Widersprüche enthalten.

Außerdem sind lange und komplexe Dokumente schwer zu überblicken, insbesondere in einer Notsituation. Schließlich ist es einfacher, zwei separate kurze Dokumente zu verwalten und zu aktualisieren als ein großes. Denken Sie jedoch daran, dass Incident Response und Disaster Recovery keine zwei getrennten Disziplinen sind.

Wenn es Ihnen gelingt, einen Incident-Response-Plan erfolgreich in Ihren Disaster-Recovery-Plan zu integrieren, können Sie schneller und effizienter auf jede Katastrophe reagieren.

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